Wilde kretische Zistrose

Botanik

Die kretische Zistrose (Cistus Incanus Creticus bzw. Cistus Incanus spp. tauricus) gehört zur Familie der Zistrosengewächse zu der insgesamt ca. 20 Gattungen und diverse Arten gehören. Sie zeichnet sich aufgrund ihres Standortes mit den besonderen geologischen und klimatischen Bedingungen, die die Insel Kreta in ihrer Einmaligkeit bietet, nicht nur durch Reichhaltigkeit, sondern auch durch die Intensität ihrer Eigenschaften und Wirkstoffe aus. Sie ist somit, neben der auf der Halbinsel Chalkidiki wachsenden Art, eine der beiden wilden Arten, die die begehrten gesundheitsfördernden Eigenschaften ausbilden.

Cistus Incanus Creticus blüht purpur-rosarot von ca. April bis Juni. Ihre Blütenblätter erkennt man u. a. neben der Farbe an der eigentümlichen Ausbildung ihrer Blütenblätter. Sie sehen wie trocknes, zerknittertes leichtes Papier aus, obwohl sie leicht klamm und "fleischig" sind. Die immergrünen Laubblätter erkennt man neben dem gewellten Rand ebenfalls an einer markanten Eigenart. Oftmals sind sie vom Harz der Pflanze (Ladanum) überzogen und entsprechend klebrig. Die Kreter wussten schon sehr früh um die wirksamen Eigenschaften der Pflanze und des Harzes. Sie trieben ihre Ziegenherden durch die Cistus-Büsche um danach das Harz aus ihrem Fell  "heraus zu kämmen".

Die Zistrose ist ein Strauchgewächs. Ein einziger Strauch kann dabei mehrere hunderte Blüten tragen. Je nach Standort wächst der buschartige Strauch flach an den Hängen oder bildet auch oftmals große bis zu 1,50 Meter hohe Buchwerke aus. Die Verwertbarkeit der Pflanze erstreckt sich nicht nur auf die Blüten- und Laubblätter, sondern auch auf die Stengel, in denen die Wirkstoffe ebenfalls enthalten sind. Entscheidend für die Wirksamkeit sind aber auch Unberührtheit (wilde Pflanze), Art und Zeitpunkt der Ernte.


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